Down in Aotearoa-New Zealand

Epic adventure, be part of it

 
07August
2014

Moturoa Island/Goodbye Neuseeland/Auf nach Samoa

Liebe Leute, die Zeit hier auf Moturoa Island vergeht wie im Flug. Wie bereits gesagt ist die Insel Wildlife Reserve fuer Kiwis (es tut mir leid, ich hab keinen vor die Kamera bekommen) und andere Voegel, hauptsaechlich gibts hier aber eins: Schafe! Viele Schafe. Im August beginnt, zumindest hier, die Lammsaison. Ueberall neugeborene Laemmer. Jetzt muss ich mit meiner Kawasaki-Mule mit langsamer Schrittgeschwindigkeit ueber die Weide fahren. Das nervt...first world New Zealand problems :D Nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Viel Zeit zum schauen. Muetter. Drillinge! :D

Was hab ich hier sonst so gemacht? Unsere Gastgeberin hat ein Enkelkind bekommen, also waren Ich und noch ein anderer Woofer ne Woche alleine.. Waehrend der Zeit haben wir eine Kiwi-Aussichtsplattform gebaut, Steine geschleppt, Baeume umgesaegt, Gorse (Stechginster) entfernt, Steine geschleppt, ein Tor gebaut, Steine geschleppt, Zement angemischt, Werkzeugcontainer aufgeraeumt, Gartenbeete angelegt, Baeume gepflanzt, mit so ner Motorsense en grosses Stueck Wiese plattgemacht und schlussendlich noch mehr Steine geschleppt. In unserer Freizeit hab ich auch festgestellt dass ich Angeln irgendwie nich so leiden kann. Lester, der andere Woofer, hat aber mit seiner Angel paar Snapper gefangen die wir danach gegessen haben.

Aus mir unerklaerlichen Gruenden steht auf der Insel auch noch eine Aussichtsplattform/Bunker/Unterschlupf aus dem zweiten Weltkrieg. Anscheinend sollten damit angereifende japanische Schiffe gesichtet und beschossen werden. In die Bunker kommt man nicht mehr rein, die Aussichtsposten stehen aber noch. Das alles sieht ziemlich verlassen, vermodert und cool aus. Von Schafen und Weltkriegsrelikten mal abgesehen gibts hier noch viel Busch und natuerliche Vegetation. Insgesamt wohnen 14 Menschen auf der Insel, die sieht man aber sehr selten. Privater Strand: Check. Auch diese kleine Landzunge kann man erklettern, von dort hat man dann ziemlich coolen Blick auf die Insel selber. Moturoa Island Moturoa Island Unterschlupf/Versteck/Aussichtspunkt ... ... Da gehts runter. ... Si siehts drinnen aus. Moturoa Island Moturoa Island Moturoa Island/Rechts die Landzunge Moturoa Island Magical sunset on Moturoa Island

Das hier wird mein letzter Blogeintrag sein, am 10. gehts ab nach Samoa um dort tauchen zu lernen und zu entspannnen. Von dort am 24. zurueck nach Auckland und am 26. dann wieder zurueck in die Heimat. Rueckblickend hat mir das Blog schreiben eigentlich sehr viel Spass gemacht und ich glaube jeder der hier ein paar Artikel gelesen hat weiss dass die 9 Monate in Neuseeland fuer mich der absolute Wahnsinn waren. Ich will meine Zeit nicht mit grossen Fazits verschwenden, wer doch eins hoeren will darf mir gerne schreiben oder privat fragen wenn ich wieder zu Hause bin.

Noch was fuer die Statistiker: mein Blog wurde bis heute (07.08.14) 2732 mal angeklickt. Ich hab die Vermutung dass das immer dieselben Leute waren. Warum? Jedes Mal sobald ich etwas in Fb gepostet hab stieg die Klickzahl pro Tag auf 30 bis 50 Klicks an. Das zog sich kontinuierlich seit Beginn an durch. Das Maximum waren dabei 58 Klicks am 18.01.14. Wenn ich Recht habe duerfen sich die Angesprochenen gerne mal melden. Es gab nur 13 Kommentare, anscheinend wart ihr also alle ganz zufrieden mit dem Kram den ich geschrieben hab. Schlussendlich hab ich das Ganze ja wegen Euch gemacht, deswegen Danke fuer 2732 Klicks (Ich fuehl mich fast wien schlechtes Youtube Video, Yeah!!)

Cheers Nils

30Juli
2014

Weiter gehts, Bilder etc.

Soso, Ich hab doch noch Avocados gepflueckt. Nachdem wir bei unserem alten Arbeitgeber gefuert worden sind wurden wir alle kurzerhand von der Konkurrenz uebernommen. Die hat obendrein besser gezahlt und unsere Chefin war auch deutlich netter als unser vorheriger Chef. Nachdem alle Avocados gepflueckt waren gabs auch noch grosses Buffet und Bier, da freut sich der Backpacker.

Obendrein gibts jetzt hier noch paar Bilder aus Pukenui, vom Cape Reinga und dem ganzen anderen Spass den ich so in den letzten Wochen getrieben hab, da bin ich zu faul alles grossartig zu beschreiben. Avocado Pickers, unite! Und alle so: Guacamoleeeeee! Pukenui Hooliday Park Sturmschaden. Sturmschaden aufraeumen, Alex/Ich ... sehr maennlich. Sturmschaeden aufgeraeumt. Jo, aufgeraeumt. Te Puke Sanddunes, Sandboarding Und dann mit nem Affenzahn runter. Spirits Bay Cape Reinga Cape Reinga Wer kann sich schon alle Namen merken? ... elegant.

 

Also, das klingt jetzt vielleicht angeberisch, aber inzwischen bin ich auf ner privaten Insel in der Bay of Islands woofen. Moturoa Island ist Kiwi Wildlife Reserve, und die kleinen lustigen Voegel sieht man nachts immer durch die Gegend rennen (habs noch nich geschafft en Bild zu machen) Bin erst seit 2 Tagen hier, aber es ist Wahnsinn, more to come... Moturoa Island Moturoa Island

 

 

Ausserdem hab ich jetzt auch mein schoenes Video auf Youtube hochgeladen, leider ohne schoenen Sound. Einfach das Video muten und eigene Musik laufen lassen...

https://www.youtube.com/watch?v=u2Se6CE4X2c

12Juli
2014

Very far north - Avocados, Erdbeeren und Sturmgeschichten

Wie im letzten Eintrag geschrieben steht sollte ich eigentlich ab dem 15.06 Avocados in Pukenui pfluecken. Pukenui ist ziemlich die letzte Uebernachtungsmoeglichkeit vor Cape Reinga, mit kleinem Hafen, Kneipe und Tante Emma Laden eigentlich ganz nett gelegen. Die Polizeistation hat ein Auto und wohl groesstenteils mit besoffenen Maoris und Mariuhana Anbau Probleme. Das Wetter ist hier im Winter auch noch recht angenehm, kurze Hose und Pulli sind angebracht. Problem: Der hohe Norden der Nordinsel ist ein 30 Km breiter Streifen inmitten von riesigen Ozeanen, entsprechend stuermts und regnets hier auch. Unsere Avocados haben ihren Reifetest die ersten drei Wochen aufgrund anhaltender Regenfaelle nicht bestanden, also haben wir eine Woche Erdbeeren gejaetet, tote Blaetter entfernt etc. Mit starkem Regen und zunehmend matschigeren Feldern kein Spass, vorallem da die Erdbeeren in ca. 20cm Hoehe ueber dem Boden angebracht sind, Rueckenschmerzen all inclusive.


Die verbleibenden zwei Wochen waren, da keine Arbeit, ruhig und wurden mit Ausfluegen zum Ninety Mile Beach, kleinen Wanderungen, lesen und viel Sherlock/GoT/Homeland schauen verbracht. Der Ninety Mile Beach ist, wie der Name sagt, einfach nur ein extrem langer aber schoener Strand, der haeufig von Touristenbussen und Autos befahren wird. Straende sind oeffentliche Strassen in Neuseeland, Linksverkehr nicht vergessen. Am Strand kann man bei Ebbe kleine Muscheln, Tuatuas, sammeln. An den Wasserrand gehen, mit den Haenden buddeln und Muscheln ausgraben. Die schmecken mit Knoblauch, Butter, Salz und Pfeffer gedampft aeusserst koestlich. Vier Leute buddeln fuer ne halbe Stunde und versorgen damit sich selbst mit Abendessen und Snack am naechsten Tag.  Ausserdem haben wir hier den Holiday Park bisschen aufgeraeumt, umgefallene Baeume aus dem Weg geschafft (-> Lagerfeuer), Hecken geschnitten und allen moeglichen anderen Kram im Garten veranstaltet. Der Pukenui Holiday Park, mein derzeitiges Zuhause, hat alles moegliche Getier im Schlepptau: 2 Schafe (eins heisst Rambo, gleich am ersten Tag hab Ich praktisch feststellen muessen wieso es diesen Namen traegt), ein Lamm, Huehner, Enten, mehrere Ponys, einen Hund und zwei Katzen. Mit Jo, der Besitzerin, verstehen wir uns alle ziemlich gut. Vor ihrem Kaminfeuer trocknen unsere Schuhe und Klamotten um dann vom anhaltenden Regen wieder durchnaesst zu werden. Inzwischen hab ich mir Gummistiefel und ne Regenhose angeschafft.


Mit drei Wochen Verspaetung haben wit dann doch angefangen Avocados zu pfluecken. Man bekommt seinen picking bag (Umhaengetasche), snips (Schere) und picking poles (Greifzangen) mit denen man auf die Jagd nach den Fruechten geht. Avocados sind Meister im verstecken. Ab und zu muss man dann auch mal klettern was das Ganze eigentlich zu ner spassigen Angelegenheit macht. Verglichen mit den Erdbeeren ist das das Paradies auf Erden. Kein krummer Ruecken, keine matschigen Felder und Avocados fuer umsonst.


Fuer Dienstag den 8.07, also nach zwei Tagen Avocados pfluecken, gabs fuer den Norden der Nordinsel eine Sturmwarnung. Der Sturm kam auch erwartungsgemaess, nur etwa doppelt so stark wie erwartet. Vertikaler Regen, windgepeitschte Baeume und heulender Wind haben einen richtigen Sturm abgegeben. Ergebnis: Kein Strom/Wasser fuer drei Tage, Seenlandschaft auf den Strassen, drei grosse umgestuerzte Baeume im Holiday Park (und auf den Strassen ueberall), einer davon hat eine Kabine zerstoert (Gott sei dank leer), kaputte Scheiben durch umherfliegende Gegenstaende (die Kuechentuer wurde vom Barbecue Cover zerstoert) und haufenweise abgebrochene Aeste etc. Wir haben waehrend der Zeit auch nicht gearbeitet, die Haelfte der Avocado Baeume waechst in die Vertikale...Genau in diese Zeit fiel das Halbfinale Deutschland Brasilien. Anschauen konnte ich das Spiel sowieso nicht und das Ergebnis hat auch keiner rausgefunden da sowohl das Internet als auch das Handynetz zusammengebrochen war. Und dann kommt ein Chilene vorbei und meint dass Deutschland 7:1 gewonnen hat...mal ehrlich, wer von euch haette ihm in meiner Position geglaubt? Zu dem Zeitpunkt war ich von trockener Unterwaesche und spuelenden Toiletten fasziniert.


Abendgestaltung: Kartenspiele bei Taschenlampe (grosses Dankeschoen an Desi fuer die ueberaus nuetzliche Stirnlampe) und Kerzenschein und Pictionary. Pictionary ist wie Tabu, man zeichnet halt nur die ganze Zeit. Meine Zeichenkuenste halten sich ja in Grenzen, Gott sei dank war ich nicht allein. Versucht mal Woerter wie 'Markt', 'Wolf', 'Mosaik' oder 'Camouflage' zu zeichnen. Selten so gelacht. Komischerweise gewinnt nicht das Team welches am besten zeichnet, sondern das, das am Besten die Zeichnungen des Partners erraet. Ich, der ich absolut nicht zeichnen kann, hab mit einem Englaender gewonnen dessen Zeichenkuenste den meinen gleichen. Dumm und dumm versteht sich. Mal abgesehen von Pictionary, Shithead und diversen anderen Kartenspielen sind ein Kanadier und ich tief in eine Tischtennis Fehde geraten. Schlachtfeld: Die Garage. Bisherige Opfer: ein Ball und ein Schlaeger.

Bilder leider noch nicht verfuegbar, kommen aber in naechster Zeit.

25Juni
2014

Auf der Milchfarm und im Hippie Wunderland

In Wellington angekommen gings mim Bus direkt weiter nach Stratford/Mount Taranaki an die Westkueste der Nordinsel. Dort angekommen habe ich eine Woche auf einer Milchfarm gewwooft, was im Grossen und Ganzen sehr viel Spass gemacht hat. Mein Host hiess Chris, drei Soehne und 260 Kuehe. Die Kuehe werden um diese Jahreszeit nicht gemolken, somit blieb mir das fruehe Aufstehen und Melken erspart. Was mir nicht erspart geblieben ist: Kuehe treiben, Kuege mit Ohrtags markieren, Kuehe fuettern, Quad und Motorrad fahren, Zaeune ziehen, Saegespaene schaufeln und aehnliches. Ausserdem bin ich Bagger gefahren!! War zwar nur ein kleiner Bagger, aber immerhin ein Bagger. Wir haben die alten Saegespaene aus einer Scheune rausgebaggert und dann die neuen Saegespaene wieder reingebaggert, hat ziemlich viel Spass gemacht. Die Ecken mussten wir trotz Bagger mit der Schaufel machen, war also doch schon Arbeit. Der Egmont Nationalpark mit dem alles ueberschattenden Mount Taranaki(Vulkan) ist nur ca. 5 Minuten mit dem Auto entfernt, meine Tagestour hat mich durch urspruenglichen Wald direkt an eine 50m lange Haengebruecke gefuehrt. Maximale Traglast: eine Person. Wandern macht auch auf der Nordinsel Spass. Die eine Woche zusammenfassend laesst sich sagen: Kuehe sind unfassbar dumm, durch Dreck, Matsch und Kuhscheisse mim Quad zu heizen macht unfassbar Spass und Ich werde wohl nie Farmer werden.   Swingbridge Egmont Nationalpark - Primaerwald Mount Ruapehu von Mount Taranaki Mount Taranaki ...


Food Jungle in Whangarei. Willkommen im hohen Norden der Nordinsel. Von Stratford aus ging mit dem Bus nach Whangarei, dort angekommen wurde wieder gewwooft, diesmal nur fuer einige Tage da ich ab dem 15.06 Avocados pfluecken gehe. Der Food Jungle ist eine organische Obst- und Gemueseplantage der von meinen Gastgebern Tim und Linda geleitet wird. Angebaut wird alles, von Haferflocken bis Knoblauch. Das Ganze war ziemlich back-to-nature: Plumpsklo, Solardusche, gegessen wurde was aus dem Garten kam. Wir haben Knoblauch gepflanzt, Feijoas gepflueckt, Holz gehaexelt und eine...ich nenns mal Kompost-Wassererhitzunganlage gebaut. Manch einer weiss wovon ich sprech, fuer die dies nicht wissen hier kurz erklaert: Wenn organischer Abfall (Blaetter, Rindenmulch etc...) kompostiert entsteht Hitze. Diese Hitze kann zum Wasser heizen benutzt werden. Also haben wir einen zwei Meter hohen Drahtturm mit einem Meter Durchmesser gebaut, mit organischem Abfall gefuellt, das Warmwasserrohr/Schlauch mehrere Male um den Turm gewickelt und dann das ganze restliche Areal (3x3m) mit Rindenmulch etc. gefuellt. Unser 'Turm' stand in der Mitte. Endergebnis: Am naechsten Tag konnte man mit organischer Hitze heiss duschen. Sogar zu heiss, ich musste kaltes Wasser mit in die Leitung speisen um nicht verbrannt zu werden. So eine Heizungsanlage reicht fuer ca. 9 Monate. Nachteile: Man braucht ne ganze Menge organischen Abfall, also Holz das durch den Haecksler gejagt wird.
Was hat uns dabei geholfen 18 Kubikmeter Material durch die Gegend zu schleifen, ausser Schaufeln und Muskelkraft? Stella. Ich bin also nochmal Bagger gefahren...aber diesmal wars ein 10 Tonnen Modell der Firma Habichvergessen. Man sagt ja Maenner werden 12, danach wachsen sie nur noch: Stimmt! Ich bin zwar kein Mechaniker und Maschinist aber Baggerfahren macht einfach Spass! Mein Gastgeber Tim wusste allerdings so gut wie alles ueber Werkzeuge, Maschinen, Baumarten und deren Holz sowie Verwendungzweck. Z.B.: Ein Baum, verzeiht, ich hab den Namen vergessen, extrem dehnbar und schwer, perfekt fuer alle Arten von Boegen, waechst auf dem Grundstueck, die Samen und das Holz koennen fuer teures Geld verkauft werden. Der Baum waechst aber nicht nur auf dem Grundstueck sondern auch an der Strasse...wir sind also mit Kettetnsaege losgezogen um einen dicken Ast von diesem Baum abzusaegen. Wert: 3000 NZ Dollar, ca. 1800 Euronen. Einfach so, neben der Strasse. Komische Welt. Davon abgesehen war die Zeit mit meinem Gastgeber deutlich interessanter als mit meiner Gastgeberin, die auf Dauer einfach zu nervig war. Maungakaramea My little cottage Badezimmer - back to nature Baggerfahren!!

29Mai
2014

Raus aus Wanaka/Dunedin/Rugby ist Religion!

Die letzten Wochen in Wanaka sind nur so an mir vorbeigeflogen. Arbeiten und im Hostel haengen, am Wochenende die Sonne geniessen, Karten spielen und abends Woodys oder Fitzpatricks, Pubs in Wanaka. An meinem letzten Wochenende haben wir grosses Barbecue veranstaltet und das gute Wetter genossen, alles nicht so wild. Montag den 19.05 gings dann weiter, Rucksack wurde gepackt und ein Australier hat mich dann nach Queenstown mitgenommen, von Queenstown gings mit kurzen Zwischenstopps in Alexandra und Ranfurly nach Dunedin. In Dunedin musste ich mir erstmal neue Schuhe kaufen. Lustige Geschichte: Mein Chef vom Moebelpacken hat mich zum Feuerholz holen mitgenommen, in der Mitte vom Nirgendwo. Da das alles sehr matschig war hab ich Gummistiefel bekommen und die gruenen, dreckigen New Balance auf die gruene, dreckige Wiese gestellt....und vergessen. Tags drauf waren sie verschwunden. Meine Vermutung: Schafe. Die Wiese war auch Schafweide...Also, neue Schuhe in Dunedin.


Am Dienstag Abend wurde ich dann von meinem neuen Wwoof Host in Dunedin abgeholt. Die Skinners haben ein Stueckchen Land suedlich von Dunedin welches frueher als Schaffarm diente, inzwischen aber Busch und Wald ist. Das Ganze liegt fuenf Minuten vom Meer entfernt und bietet schoenen Ausblick auf die Landschaft. Sehr nettes Ehepaar mit sehr gutem Essen. Ich hab ein Doppelbett fuer mich allein und zum Dinner gabs Lachs mit Gemuese und Kartoffeln. Ich bin zufrieden! Meine Arbeit hier besteht groesstenteils aus 'pruning' also Baeume beschneiden. Auf dem Grundstueck selber ist ein kleiner Wald bestehend aus Tannen und einigen Gumtrees. Der Sohn hat sich dort nen Jumppark fuer Mountain und Trialbikes gebaut, leider alles ueberwachsen da seit Jahren nicht mehr genutzt... Mit grossem Garten kommt grosse Menge an Laub und Blaettern, also hat Nils einen Tag lang Laub gerecht, nur um dann abends den staerksten Sturm in der Region suedlich von Dunedin zu erleben. Schneeregen und starker Wind waren der Grund fuer Stromausfall, natuerlich waehrend ich in der Dusche war...
Mal abgesehen von Kaelte und schlechtem Wetter hat mir Tony, mein Gastgeber, die Region um Dunedin gezeigt und Tourguide gespielt. Otago Peninsula=Wunderschoen. Und, und, ich hab mein erstes Rugbyspiel gesehen. Live. Otago Highlanders vs. Canterbury Crusaders. Kann man in etwa mit Dortmund gegen Schalke vergleichen. Das Stadium in Dunedin war mit 20000 Leuten gefuellt und Rugby ist live doch deutlich interessanter anzuschauen als Fussball. Im Spiel selber war alles dabei: Poebeleien, Try's und Herzschlagfinale. Leider zugunsten des Canterbury Teams, 30:32. Jane/Tony meine Gastbeger Albatross am Taiaroa Head Taiaroa Head Otago Peninsula Sandfly Bay/Sandverwehungen im Hintergrund neue Adidas! Grundstueck suedlich von Dunedin Aussicht vom Grundstueck Dunedin Museum/Lego Raum, umsonst! Otago Highlanders vs Canterbury Crusaders


Die halbe Familie wohnt in der Gegend suedlich von Dunedin und nach dem Spiel gings mit Fish'n'Chips zum Bruder, Farmer fuer Rehe und Hirsche, wo Ich auf Bier und Eis eingeladen wurde. Bei uns war noch Stromausfall, und auf das Verpassen des Heimspiels der Highlanders steht wahrscheinlich die Todesstrafe, deswegen hat Jane, die nicht mit ins Stadium gekommen ist, sich das Spiel dort angeschaut. Es wurde viel diskutiert und ich war eigentlich ziemlich zufrieden damit Bier zu trinken und zuzuhoeren. Rugby is religion!

Inzwischen bin ich auf dem Weg zurueck auf die Nordinsel. Mit Zwischenstopp in Christchurch bin ich heute (29.05) in Picton angekommen und werde die naechsten Tage mit der Faehre nach Wellington uebersetzen. Mal abgesehen von der guten Zeit die ich hier mit allen moeglichen verschiedenen Leuten hatte kann ich ziemlich zweifellos sagen dass die Suedinsel ein gesegneter Flecken Erde ist. Soo(!) viel Diversitaet in Natur und Szenerie gibts wohl sonst nirgendwo auf der Welt. Derjenige der mal ne Auszeit von Stress und Hektik braucht wird hier fuendig. No cellphone, no email, no problem!

08Mai
2014

Snow On The Peaks

Aaaaah, Schnee im Sommer. Naja, inzwischen ist hier ja schon seit einiger Zeit Herbst von daher ist es nicht so verwunderlich dass auf Bergen mit rund 1500m Schnee liegt. Wanaka ist im Moment 'in between seasons' d.h.: der Sommer ist vorbei, der Winter ist noch nicht da. Es ist einfach deutlich weniger los als noch vor 6 Wochen, trotzdem nicht weniger schoen. Wanaka im Herbst heisst am See entlanglaufen, die Sonne geniessen und den Blaettern beim Fallen zusehen. Alleen in gelb werden nur von der Sonne und den letzten verbliebenen asiatischen Touristen unterbrochen. Wanaka im Herbst Wanaka im Herbst ... Dass die Touristen fehlen macht sich nicht nur in der Stadt sondern auch bei uns im Hostel bemerkbar. Heute Nacht (08.05) waren insgesamt 9 Gaeste im Hostel bei 29 verfuegbaren Betten. Die Abendgestaltung wird dann zunehmend kuschliger und besteht aus Doppelkopf oder anderen Spielen, Filmen und kochen. Nils hat inzwischen gekocht: Selbstgemachte Hollandaise mit verschiedenem Gemuese, Geisburger Marsch mit Spaetzle fuer 6 Personen, Chili sin carne, selbstgemachte Spinatknoedel und alle moeglichen Variationen von Nudeln und Reis mit Gemuese. Unser Chef im Hostel ist inzwischen auch im Urlaub in Australien und hat das komplette Hostel in der Obhut derer gelassen die hier fuer Unterkunft arbeiten. Francis und Ich sowie Julia, die bereits im Sommer 2,5 Monate hier gearbeitet hat und unser Cleaner girl Meggy, aus Frankreich. Eine lustige kleine Gemeinschaft: Wenn Meggy mit Rucksackstaubsauger durch die Kueche laeuft fangen alle an den Ghostbusters Soundtrack zu singen.


Letztes Wochenende (2-4.05) war das Wetter ueberragend und ein anderer Nils und Ich sind wandern gewesen. Mit nem geliehenen Auto gings zum Lake Hawea und dort den Breast Hill hoch. Der Track war sehr steil, ging ueber den Bergkamm und nur durch Pfosten markiert, war also kein wirklicher Weg. Ab ca. 1200 Hoehenmetern gings dann durch knoechelhohen Schnee. Wir sind den Track dann nicht bis zum Ende gegangen sondern haben uns en netttes Plaetzchen mit guter Aussicht gesucht um dort Lunch zu machen. Alles bei strahlendem Sonnenschein, ohne Wind und ueberragender Aussicht Breast Hill Lake Hawea Unser Weg Snow on the peaks Snow on the peaks/Breast Hill Mount Aspiring Nationalpark/Lake Hawea Track aufm Bergkamm Lake Hawea No crowds up here. Doppelnils Aussicht: Ueberragend... Unsere zweite Wanderung zwei Tage spaeter hat uns zum Isthmus Peak gefuehrt. Der Isthmus Peak Track liegt zwischen den beiden Seen Hawea und Wanaka und bietet sensationelle Aussicht ueber beide. Mittagspause auf 1300m, geniale Aussicht und keine Menschenseele weit und breit, pure nature. Der Weg hoch war zwar eher langweilig doch die Aussicht entschaedigt halt fuer alles. Isthmus Peak/Lake Wanaka Isthmus Peak Isthmus Peak/Lake Hawea Warum sind Berge eigentlich so geil? Fotograf: Nils, Model: Nils Thats why we wont back down, we wont run and hide! Unser Lunchspot bei den Felsen You'll never learn to fly till you're standing at the cliff...


Die letzten drei Tage waren dafuer eher regnerisch, neblig und kalt. Ungewoehnlich fuer Wanaka, aber kann man nicht aendern. Im Moebelpackerbusiness ist Regen aber keine Ausrede. Also zum Job gefahren und angefangen. Nach zehn Minuten hats so angefangen zu schuetten....wir hatten aber schon angefangen, also bringen wirs auch zu Ende.Vier Stunden haben wir im Regen Moebel vom alten Haus in den Truck und vom Truck ins neue Haus transportiert. Die Familie war aber nett und hat nach Beendigung des Jobs Bier kredenzt. Warme Dusche danach tat sehr gut. Da Wanaka eher schlecht ausgestattet ist was Clubs und Party angeht ist ins Kino gehen ne klassische Samstagabendbeschaeftigung. Vom Kino hier hab ich ja schon erzaehlt, Grand Budadpest Hotel ist deutlich besser als Noah! Im Kino trifft man alle moeglichen Leute die man an unterschiedlichen Plaetzen waehrend des Reisens kennengelernt hat: z.B. eine Amerikanerin die mit uns in Blenheim war, das Maedel das neben mir im Flugzeug sass etc.pp Kleine Geburtstagsrunde...

22April
2014

Wanaka 2.0 - Warbirds Over Wanaka, 20, arbeiten und Doppelkopf

21.04.14: Letzten Mittwoch am 16.04 war mein 20. Geburtstag. Mit 20 ist man kein Teenager mehr, deswegen denk ich jetzt wie ein Erwachsener, mach keine dummen Sachen mehr und ueberhaupt bin ich jetzt viel reifer geworden...! Da ich ja jetzt erwachsen bin habe ich mir natuerlich kein Bier gekauft und mich mit Leuten aus dem Hostel hier betrunken. Ich trink jetzt ausserdem nur noch Sekt, und das auch nur bei besonders festlichen Anlaessen. Dieses ganze Biergetrinke ist mir irgendwie zu jugendlich geworden. Ich bin ja kein 19-jaehriger Knirps mehr der den goldenen Hopfentee aus der Flasche konsumiert. Wessen Ironiedetektor immernoch zu keinem klaren Ergebnis kommt dem sei gesagt: "Dir ist nicht mehr zu helfen.".


Mit einem Amerikaner, 2 Deutschen, einem Kanadier (Francis, mein Kollege hier im Hostel) und einer Hollaenderin haben wir in meinen Geburtstag reingefeiert. Kurz nach Mitternacht hab ich einen Hackfleischpie aus der Mikrowelle bekommen und mir ein weiteres Bier aufgemacht. What a glorious day. Es war ne echt nette Runde mit uns drei Longtimern hier im Hostel: Jonas, Francis und Ich sowie zufaelligen Leuten die sich abends im Wohnzimmer aufgehalten haben. Eric, der Ami, sah aus wie Jesus, konnte Leute hypnotisieren und konnte ueber 'Murica' Witze lachen, was nicht viele Amerikaner koennen. Also alles in allem mehr als nette Gesellschaft. Zwei Tage drauf kamen dann die beiden Schweriner Max und Dodo nochmal zurueck und es wurde nochmal gefeiert. Mit den beiden und Jonas hab ich auch meine schlechteste Partie Doppelkopf gespielt: 13 Spiele ohne Punktgewinn. Wir hatten wieder einfach ne gute Zeit in Wanaka, haben Frisbee-Golf gespielt und dumme Fotos gemacht. Jo! Im Kino waren Jonas und Ich dann auch noch. 'Noah' mit Emma Watson. Klang vielversprechend und das Kino hier in Wanaka hat Couches und selbstgemachte Cookies. Klingt alles gut, war auch fast alles gut. Emma Watson: Scharf! Kino: Geil. Cookies: Lecker. Film: Uebertrieben schlecht. :D


Was laeuft so bei meiner Arbeit? Rezeption laeuft immernoch, allerdings hab ich die Agentur in den Wind geschossen und bin zum Moebelpacker mutiert. Keine Steuern und das Geld Cash ausgezahlt da illegal. Mit Wanaka Removals haben ich und andere Backpacker die uebelsten Luxusbuden in und um Wanaka ausgeraeumt und den ganzen Moebelkram im neuen Haus wieder ausgeladen. Man glaubt es zwar nicht, aber es braucht ziemlich viel Gedankenkraft um zwei Doppelbetten + Matratzen, Sofas, Tische und Stuehle, Boxen, Kommoden, Schraenke, Barbecues, das obligatorische Klavier, Kuehlschranke, Waschmaschinen, Gemaelde und Bilder sowie jeglichen anderer Nonsens sinnvoll in einen grossen Truck zu laden, zu sichern und zum neuen Zuhause der Besitzer zu bringen. Da wir nur arme Backpacker sind mussten wir trotzdem alles schleppen, naja, nicht alles. Sackkarren sind sehr sinnvolle Erfindungen. Unser Chef hat das Laden uebernommen. Eigentlich ist es wie ein gigantisches Tetrisspiel in einem fuenf auf zwei auf drei Meter Truck. Aber was wir fuer Luxushaeuser ausgerauemt haben...Beispiele gefaellig? In einem Haus haben zwei Backpacker aus dem Hostel hier nichts anderes gemacht als Besteck, Teller, Glaeser etc. in Zeitungspapier zu verpacken. Nach 8 Stunden waren sie fertig. Waehrenddessen haben zwei Andere Maedels Gemaelde und Bilder in Bubblepapier eingewickelt und sind nicht fertig geworden. Das Haus hatte mal eben zwei Hektar Garten und locker mehr als 100qm Terrasse. Von den drei Doppelbetten mal ganz abgesehen. In der Garage: ein Boot. Und wir haben den ganzen Kram ausgeraeumt :D. Das war so meine Arbeit die letzten zwei Wochen

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Und ein drittes Event war am Wochenende hier in Wanaka. Warbirds over Wanaka: Eine Flugausstellung mit Flugzeugen aus beiden Weltkriegen, Flugshow und allem Drum und Dran. Das ganze Wochenende hat man Doppeldecker, Jagdflugzeuge etc im Formationsflug ueber die Stadt fliegen sehen. Am Freitag wurden ueber der Stadt Dogfights nachgestellt. Da das Ganze nur alle zwei Jahre stattfindet und es weltweit nur sechs Ausstellungen dieser Art gibt war Wanaka mit 40000 Menschen bevoelkert die sich das Ganze anschauen wollten. Da ich kein Fan von historischen Flugzeugen bin hab ich mir das fuer umsonst aus unsrem Garten angeschaut, hab zwar nicht alles gesehen, war aber trotzdem recht interessant anzuschauen.

Damits nich ganz so langweilig is gibts noch Bilder hinterher... Wanaka. Jo. Mt. Iron/Wanaka Meine Wenigkeit + Francis Mt Iron/Wanaka Jonas + eure Majestaet Hier kommt der Weihnachtsmann! coole Typen.

09April
2014

"Mountain View Backpackers, Nils speaking"

"Mountain View Backpackers, Nils speaking", um Geld zu sparen arbeite ich jetzt hier im Hostel in Wanaka jeden Abend von 5 bis 9 (Mo-Fr) an der Rezeption und krieg dafuer freie Unterkunft. Nebenbei bin ich jetzt doch bei der Arbeitsagentur gelandet und hab dort schon einige Male gearbeitet. Mal aufm Weingut, Weintrauben pfluecken, dann im Hotel als Zimmerservice-Mensch und aufm Bau als Bauarbeiter. So komm ich eigentlich ganz gut ueber die Runden, zumal die Arbeit an der Rezeption nicht sehr viel mit Arbeit zu tun hat. Hab inzwischen alle drei Staffeln Game of Thrones nebenbei geschaut. Ich nehm Telefonanrufe an, nehm Buchungen entgegen und fuehr die Neuankoemmlinge kurz im Hostel rum. Da aber 90% der Gaeste vorher einchecken hab ich echt nicht viel zu tun. Wie gesagt, mit Game of Thrones bin ich schon durch :D.


"Kleben bleiben". Der Begriff "Kleben bleiben" wird im Backpackerslang dafuer verwendet dass man in einem Hostel, in dem es einem gefaellt, immer wieder um eine Nacht verlaengert. So geschehen mit zwei Jungs aus Schwerin, Max und Johannes, wollten eigentlich nur zwei Naechte bleiben, waren schlussendlich aber ne Woche da. Mit noch nem Kollegen, Jonas, haben wir dann die Woche gechillt, waren nochmal Mountainbiken und haben uebertrieben geil gekocht. Erstes Mal: Gebratene Auberginen, Feta-Salat und Kartoffeln mit selbstgemachtem Tzaziki. Zweites Mal: Fleisch mir Rotweinsauce, selbergemachte Spinatknoedel und wieder Feta-Salat. Uebertrieben dope, und eigentlich auch nicht teuer da wir durch vier geteilt haben.


Und wieder gibt Nils viel Geld aus um etwas zu machen was er vorher noch nie gemacht hat: Canyoning. Ausgestattet mit Wetsuit und Helm gings in den Niger Stream. Ein kleiner, schmaler Fluss mit Wasserfaellen und Pools, Felsen und Baeumen. Man laeuft den Berg hoch und versucht dann im Canyon wieder runterzukommen. Dabei stellen sich Hindernisse in den Weg: Wasserfaelle, Felsen etc. Es gibt folgende Moeglichkeiten diese zu ueberwinden: Springen, Abseilen, Klettern und Rutschen. Sich in nem Wasserfall abzuseilen und dann vier Meter in nen kleinen, klaren Pool zu springen macht einfach nur Spass. Da sind wir also mitten im Canyon, schwimmen im eiskalten Wasser (welches einem gar nicht kalt vorkam, da Adrenalin + Wetsuit ne ziemlich gute Waermekombi ist) und unser Guide holt ne Thermoskanne Tee und ne Packung Kekse aus seinem Rucksack. Epic. Deep Canyon Wanaka, kann ich empfehlen. Chillen im Canyon, kein Ding fuern King. Deep Canyon Wanaka Ich + random Australian Typ. Waterfall-selfie. Abseilen im Wasserfall? Laeuft.


Heute, 06.04.14, bin ich seit genau 5 Monaten in Neuseeland. Nach 5 Monaten will ich mir erlauben einige Allgemeinheiten ueber neuseelaendische Lebensgewohnheiten niederzuschreiben. Also einfach paar Allgemeinheiten: Neuseeland ist das Land der Klos. Ueberall gibts oeffentliche Toiletten. Supermaerkte haben die ganze Woche ueber offen, Sonntag ist ganz normaler Tag fuer Supermaerkte. Jedes noch so kleine Dorf hat ein ISite. Wenns kein ISite gibt gibts ne Tafel mit Informationen ueber die achso interessante Geschichte der 3 Haeuser die an der Strasse stehen. Bibliotheken haben normalerweise freies Wlan. "Town" kann alles sein, von drei Bauernhoefen bis zur eigentlichen Stadt. Viele Kiwis fahren Mountainbike/Surfen/Klettern/Kayaken/Wandern oder machen andersweitigen Sport. Fussball ist kaum existent, Handball kennen nur europaeische Touristen. Wenn die Kassiererin im Supermarkt in ein Gespraech mit einem Kunden verwickelt ist, ist man herzlich eingeladen sich mit seinem Vorder/Hintermann zu unterhalten. Im Warehouse gibts alles. "Hey bro" und "see ya" sind normale Begruessungs- und Verabschiedungsworte. Asiaten sprechen mieses Englisch. Barfusslaufen ist nirgendwo ein Problem. Tattoos, auch im Gesicht (vorallem bei Maoris), sind ganz selten ein Problem bei der Jobsuche. Ueberfahrene Opossums sieht man alle zwei Kilometer. Und zu guter letzt: Man kann ueberall mit seiner Bankkarte zahlen, selbst auf dem Bauernmarkt.

24März
2014

Arthurs Pass, West Coast, Wanaka. Erzaehlstunde.

Am 14.03.14 hab Ich Max zum Flughafen gebracht, und bin ab dem Zeitpunkt wieder alleine unterwegs. Am Tag drauf musste ich die gute alte Bertha in Christchurch abgeben, da es in Christchurch kaum freie Betten hat, da alles kaputt, gings direkt weiter zum Arthurs Pass. Wer alleine unterwegs ist und kein Geld mehr hat hebt seinen linken Daumen gen Strassenrand, lernt neue Leute kennen und kommt schlussendlich, mit etwas Verzoegerung vielleicht, ans Ziel. Am Arthurs Pass gibts nicht viel zu tun, eher zu schauen. Wandern kann man, dank Sturmwarnung blieb mir der schoene Track leider verwehrt, so gabs nur einen kleinen Ausflug. Abends gibts sehr interessante, kostenlose Unterhaltung: Keas, Gebirgspapageien, kommen ins kleine Dorf um ueberforderten Touristen die Scheibenwischergummis abzuknabbern. Unfassbar neugierig, laut und spannend anzusehen. Sehr sozial, hab bis zu 15 Voegel gesehen, und intelligent wird alles angeknabbert was nicht niet und nagelfest ist. Mein Schuh wurde zum Opfer, wurde dann aber nur als maessig interessant abgestempelt. Die rot blinkende GoPro war da schon interessanter und ist dann auch direkt Opfer einer fiesen Kea Attacke geworden. Sachen gibts. Alles in allem haben mich die Viecher schon ziemlich fasziniert. Es hat leider geschifft und tagsueber verziehen sich die Keas in kaeltere, hoehere Lagen. Christchurch, Containercity Christchurch Containercity Quakecity Museum, sehr dunkler Humor. sheep happens. Schuh in Gefahr Arthurs Pass Keas. Sehr interessant. drollige Viecher.


Ich kann nicht mehr ueber chinesische Touristen meckern. Mist. Ein chinesisches Paerchen in den Flitterwochen hat mich vom Arthurs Pass nach Greymouth mitgenommen. Beide konnten kaum Englisch, deswegen war das Ganze ne recht uninteressante Sache. Von Greymouth nach Hokitika hat mich ein Rotwildtransporter mitgenommen. Richtig, Rehe im Lastwagen. Der Fahrer ein Kreationist. Wir haben uns ganz gut verstanden bis er meinte die Erde sei 7000-10000 Jahre alt, Evolution ist falsch, das neue Testament ist die Grundlage allen Lebens, heilige Bibel, kein Sex vor der Ehe bla bla bla... Makabere Nebenbemerkung: Ich nehme an sein Sohn (6-8) sass daneben. Da ich meine Klappe ja so gut halten kann ging die Diskussion los. Er hat Wissenschaft angezweifelt, die Bibel aber vorbehaltslos geglaubt, ich hab dagegengehalten u.s.w. Keiner konnte den anderen in irgendeiner Art und Weise ueberzeugen. In Hokitika bin ich kopfschuettelnd ausgestiegen. Ich hoffe fuer seinen Sohn, der die ganze Zeit ueber kein Wort gesagt hat, dass er da nicht so reinrutscht.  

Ueber die Westkueste nach Wanaka, auf Jobsuche.
Ueber die Westkueste zurueck nach Wanaka. In Hokitika gibts Kiwis, zwar nicht in freier Wildbahn dafuer im Wildlife Center. Da ich die Viecher ja schon immer mal sehen wollte hab ich die 18 Moneten Eintritt gezahlt und bin da gleich morgens um 9 reingestiefelt. War dann auch der Einzige, war aber kein Problem da mich ein kleiner brauner Flauschball im Kiwihaus empfangen hat. Ich kam mir vor wie im Comic. Kiwis sind wahrscheinlich die unrealistischsten Tiere die mir bisher unter die Augen gekommen sind. Ein Kiwi ist ein runder Ball, etwas groesser als ein Huhn, mit kurzem Hals und langem duennen Schnabel. Mit dem Schnabel fast immer am Boden rennt der durch den Wald und durchstoebert den Boden nach Nahrung. Das sieht unfassbar witzig aus und so unrealistisch. Man darf leider keine Fotos machen, wuerde man auch nichts sehen. Das braun macht sich Camouflage maessig ganz gut zu nutze. Ausserdem in dem Center: 80 bis 130 Jahre alte und riesige Aale, Tuatara (Neuseelands lebende Urzeitechse), saemtliche Arten Fisch und Frosch und einen Axolot.


Zurueck in Wanaka. Die Sonne scheint, Nils bringt seinen Lebenslauf an gefuehlt alle Restaurants, Cafes und Bars der Stadt um einen Job dort zu bekommen, bisher keine Rueckmeldung (19.03.14). Es gibt eine Arbeitsagentur, die will ich aber vorerst noch nicht anrufen da die einen immer bisschen uebern Tisch ziehen. Da ausser Warten nicht viel uebrig bleibt bin ich mit einem ausm Hostel zum Roys Peak Track gefahren und sind da hochgelatscht. Gigantische Aussicht ueber See, Berge und Stadt. Wanaka ist einfach schoen. Jetzt werde ich die naechsten Tage mal schauen dass Ich nen Job bekomm um mir ein wenig Taschengeld zu verdienen. Habe grosse Plaene. Mehr spaeter.


Ja, mehr spaeter. Verliebt in Wanaka. Sonne, See, Musik, Kaffee und ab Montag hoffentlich Arbeit um einige Moneten zu verdienen. Canyoning ruft. The Girl With The Dragon Tattoo, in Deutschland eher bekannt als Verblendung, ist meine derzeitige Beschaeftigung. In der Sonne lesen. Leute, wenn ihr ein Bett und was zu essen habt, nehmt das Leben nicht zu ernst. Mehr is grad irgendwie nich drin. Schwer unkreativ, mir egal. Clutha River Wanaka CLutha River Wanaka Roys Peak. Big Love for Wanaka. Roys Peak Roys Peak Wanaka And all the roads we have to walk are winding... Roys Peak Roys Peak

13März
2014

In heimische Gefilde: Ueber Motueka, Nelson und Picton bis nach Blenheim.

Die Hobbits kehren zurueck in ihr Auenland, alias Max und Nils sind zurueck in Marlborough, dem Norden der Suedinsel. Da wir beide schon laenger in Marlborough unterwegs waren fuehlt es sich ein ganz kleines bisschen an wie Zuhause. Strassen kennt man wieder, man muss nicht erst ins ISite und nach Stadtplan und Information fragen und irrt nicht auf der Suche nach nem Campingplatz durch die Umgebung. Erste Uebernachtung war an der Pelorus Bridge. Dank neuseelaendischer Kreativitaet fuehrt diese Bruecke ueber den Pelorus River und dieser wiederrum in den Pelorus Sound. Am Campingplatz: Das Pelorus Cafe. Happy fucking Birthday. Hier hat Peter Jackson allerdings seine Faesser Szene aus dem zweiten Hobbit Teil gedreht. Von ein paar Felsen kann man dann auch einigermassen gut ins Wasser springen und baden. Einziger Nachteil der dir den Schlaf rauben und ganze Tage versauen kann: Sandflies. Der Pelorus River ist Sandflies Gebiet. Diese Biester sind anders als in Europa. Boesartiger. Am Fluss kannst du keine fuenf Sekunden stehen ohne gebissen zu werden. Der Biss faengt dann gegen spaeter an tierisch zu jucken. Abends im T-Shirt oder kurze Hose sitzen: Mutig und dumm. Man kratzt sich die Beine blutig. Insektenspray? Sniefen dir die Dinger von der Haut wie Junkies Koks. Wenn mir eine Sache an der Suedinsel aufn Sack geht, dann diese Viecher. Da ich gerne barfuss lauf sind meine Fuesse immer ziemlich verstochen. Man gewoehnt sich zwar ein wenig dran, trotzdem: DAMN BLOODY FUCKING SANDFLIES!! Musste mal gesagt werden.


Der Campingplatz an der Pelorus Bridge ist dafuer sehr schoen gross mit wenig Stellplaetzen und wenig Leuten, kostenlosen, neuen Duschen und Kueche mit Gasherd. Unsere naechsten Nachbarn waren zwei aeltere Ehepaare aus England und Australien. Wurden wir von denen doch glatt aufn Bier eingeladen. Und ehe wir uns versehen haben gabs Cracker mit Lachsdip, Wein und Keksen. Alle 4 waren ziemlich nett, gute Gespraechspartner und einer sprach sogar paar Fetzen Deutsch. Voll geil. Einfach ein schoenes, herzliches Miteinander. Ausserdem, wer kann schon Lachsdip mit Crackern widerstehen? Vorallem wir, die wir uns von Kartoffeln/Nudeln/Reis mit Barbecue Sauce ernaehren. Dazu en Bier und danach Rotwein, es ist umsonst und es ist Alkohol. Kein Backpacker wuerde da Nein sagen. Wir sassen dann auch gut und gerne zwei Stunden mit denen zusammen und haben ueber Europapolitik, Reisen, deutscher Bier und Sprachen diskutiert. Reisen bildet!  (11.03.14) Pelorus Forest Queen Charlotte Drive - Marlborough Queen Charlotte Camping am Queen Charlotte Sound Campingplatz Campingplatz Badehose kaputt.

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